Taiji und Qigong
Nachdem mir über viele Jahre immer wieder Taiji begegnete ohne dass mir Kursangebote in meiner näheren Umgebung bekannt waren, fand ich etwa 1998/1999 eine ausgesprochen gut strukturierte und gut nachvollziehbare Videolehrreihe von Terence Pang-Yen Dunn. Eigentlich wußte ich gar nicht so Recht, um was es geht im Taiji. Ich wußte nur, dass es gut und richtig für mich sein würde. In den ersten ein bis zwei Jahren nachdem ich die obige Videoreihe gekauft hatte, beschäftigt ich mich ausschließlich mit dem ersten Videoband und den darauf befindlichen Grundübungen. Meine langjährigen Vorerfahrungen aus dem Ballett- und Jazztanzbereich waren mir dabei natürlich eine sehr große Hilfe.
Angenehm überrascht war ich, wie wirkungsvoll bereits diese einfachen Übungen waren, wenn sie korrekt ausgeführt wurden - und ich war überrascht darüber, wie viel Aufmerksamkeit die korrekte Ausführung benötigte.
Zu der Zeit, als ich auf diese Videobänder traf, befand ich mich in einem sehr instabilen Umfeld. Es war eine Zeit der Irritation und Neuorientierung. Die täglichen Taiji-Grundübungen waren mir eine ausgesprochen große Stütze dabei, Kraft und Haltung - sowohl körperlich als auch geistig – zu bewahren und zu verstärken.
Nach ca. zwei Jahren traute ich mich an das zweite Videoband, auf dem die Kurzform (37 Bilder nach Zheng Manqing/Cheng Man-Ch'ing) vorgestellt und gelehrt wird. Ergänzend kamen immer mehr Literatur und weitere Videobänder verschiedener LehrerInnen, die aufgrund der inzwischen gesammelten Erfahrung leichter verständlich waren. Kurse, die zeitlich und inhaltlich zu mir passten, fand ich jedoch nicht im näheren Umkreis.
Im Laufe der Zeit entstand immer konkreter der Gedanke, selber Kurse für AnfängerInnen anzubieten. Da ich jahrelang Kurse im Tanzbereich angeleitet hatte, traute ich mir dies durchaus zu. Anfang 2004 – inzwischen war ich wieder nach Oldenburg gezogen - war es dann soweit. Es mag sich anmaßend anhören, aber ich fühlte mich vom Taiji gerufen. Ich schickte Gebete ab, nach denen nur dann viele TeilnehmerInnen kommen mögen, wenn dies zu deren Wohl und zum Wohle von allem ist. Der erste Kurs war – wie man so schön sagt – proppenvoll, was mich natürlich auf meinem Weg bestätigte. Es war und ist eine wunderbare Erfahrung, Taiji an andere Menschen weitergeben zu dürfen.
Im weiteren Lernen und Üben gewann (und gewinnt) Taiji eine immer größere Bedeutung in meinem Leben. Genau gesagt, kann und möchte ich mir mein Leben ohne Taiji nicht mehr vorstellen. Außerdem wollte ich unbedingt Taiji-Schwert erlernen. Dazu fehlte mir jedoch ein Fundament aus Vorerfahrungen mit Geräten oder Waffen, auf dem ich hätte aufbauen können. Lehrmaterial dazu zu finden, ist ebenfalls ziemlich schwierig. Kurz gesagt: Durch Veränderung der Gewichtung in meinem Leben und die Sehnsucht nach dem Schwert wuchs die Notwendigkeit, eine mit meinen Bedürfnissen übereinstimmende Schule zu finden und dafür auch weitere Wege auf mich zu nehmen. So bin ich im Laufe meiner Suche auf die Yang Sheng Akademie (Yang Sheng = Lehre für gesundes Leben/Lebenspflege) gestoßen. Dort wird ausschließlich von aus China stammenden Taiji- und Qi Gong-LehrerInnen und -MeisterInnen unterrichtet, die schon als Kinder in diesen Künsten unterwiesen wurden.
Im Sommers 2005 besuchte ich das erste Seminar in dieser Schule. Es ging um ein Tagesseminar zu Taiji-Ball und Guolin-Qigong. Zu dieser Zeit hatte ich keine wirkliche Vorstellung, was Qigong ist, um was es dabei geht und wo die Unterschiede zum Taiji liegen. Der Schulleiter der Yang Sheng Akademie, Wang Chongxiao, vertrat damals noch die Ansicht, dass es nötig ist, sich auch im Qigong gut auszukennen und Übung zu haben, um im Taiji voranzukommen. Wollte ich dort die Taiji-Ausbildung besuchen, mußte ich also auch Qigong erlernen. Für mich war es keine Frage, dass ich diesem Rat folgen würde, und meldete mich für die Ausbildung zur Taiji- und Qi-Gong-Lehrerin an.
Gleich nach diesem ersten Schnuppertag begann dann leider erstmal die Sommerpause, so dass ich einige Monate bis zum nächsten Unterricht warten mußte. Danach gab es dann zwei Intensiv-Wochenenden bei Wang Chongxiao und kurz danach kam Li Deyin - unser Prüfer im Taiji -, um uns zu unterrichten.
Während dieser mehrtägigen Seminare hatte ich die Gelegenheit bei Freunden in Worpswede zu übernachten. Als wir dann gemeinsam meine persönlichen Unterrichtspläne für das kommende Jahr studierten und dort gerade Wohnraum frei wurde, kamen wir auf den Gedanken, dass ich dort auch gleich einziehen konnte. Gesagt - getan. Anfang 2006 zog ich dann also nach Worpswede. Dieser Umzug gab mir Gelegenheit, mich fortan viele Stunden täglich mit Taiji und Qigong zu beschäftigen, weil ich durch die bescheidene Lebensweise dort vergleichsweise nur sehr wenig Geld für den Lebensunterhalt benötigte.
Es war ein herrliches Jahr. Oftmals übte ich 8 bis 12 Stunden am Tag und hätte auch dann noch weiterüben können. Wir wohnten dort wunderbar, und es kam nicht selten vor, dass das eine oder andere Reh schon mal einen Blick auf meine Übungen "wagte".
Mir ist zwar bekannt, dass es Menschen gibt, die die Ansicht vertreten, dass eine Ausbildung drei Jahre dauern sollte, und sicherlich ist dies im Grundgedanken auch zutreffend. Ergänzend meine ich jedoch, dass es keine pauschalen Aussagen geben sollte. Wird monatelang täglich viele Stunden geübt, so kann in einem halben Jahr erheblich mehr Tiefe und Verständnis erreicht werden, als wenn über drei Jahre einmal im viertel Jahr ein Wochenendseminar besucht wird. Hinzu kam, dass ich zusätzlich zum eigenen Training fast täglich Gelegenheit hatte, Unterricht und damit auch Korrekturen zu bekommen. Oft bekam ich auch Einzelunterricht.
Schließlich bekam ich von allen PrüferInnen das okay, bereits im Jahr 2006 alle Abschlussprüfungen zu besuchen. Ich weiß natürlich nicht ganz sicher, warum ich das dringende Bedürfnis hatte, in diesem Jahr alle Prüfungen abzuschließen, denn es war klar, dass das Lernen nach dem Absolvieren der Abschlussprüfungen natürlich weitergeht. Es war wieder einer dieser inneren Rufe, denen ich nach Möglichkeit folge. Im Dezember 2006 bestand ich dann die letzte Abschlussprüfung.
Natürlich hatte ich in dieser Zeit weit mehr als die Pflichtstunden im Unterricht und so manchen Unterricht mehrfach besucht, was sicher nicht schadhaft ist. Inzwischen nahm ich auch seit einigen Monaten regelmäßig am Pushing-Hand-Training im Tai chi chuan Bremen e. V. teil. Wie gesagt, geht das Lernen immer weiter. Näheres dazu können Sie unter dem Punkt "Meine Lehrer" erfahren.
Durch diese Ausbildung habe ich auch das Qi Gong sehr zu schätzen gelernt, so dass ich nicht nur mein Seminarangebot auch um Qi Gong-Kurse erweitert habe, sondern natürlich mich auch immer wieder über den Unterricht hinaus für mich selber mit unterschiedlichen Qigong-Richtungen beschäftige und selber Unterricht nehme.
Taiji und Qigong sind für mich lebenslange Lernaufgaben, so dass das Lernen nach erfolgreichen Abschlussprüfungen meiner Ansicht nach erst so richtig beginnt oder zumindest immer weiter geht. Die innere Entwicklung - sowohl körperlich als auch geistig, sowohl von mir als auch den KursteilnehmerInnen - finde ich hochspannend.
Energiearbeit
Tatsächlich begonnen hat alles Ende der 1990er Jahre. Schon lange hatte mich die Möglichkeit des Handauflegens angesprochen. Immer wieder hatte es in meinem Leben Situationen gegeben, in denen ich mich als Kanal fühlte und ein starkes Bedürfnis spürte, dem Gegenüber meine Hände aufzulegen bzw. mich als Energiekanal zur Verfügung zu stellen. In Situationen, in denen dies geschah, fühlte ich mich völlig von Liebe durchdrungen. War ich dies nicht, so konnte ich mich auch nicht als Kanal zur Verfügung stellen – auch nicht wenn ich drum gebeten wurde. Es funktionierte dann nicht.
Aus Erfahrung wusste ich also, dass es grundsätzlich möglich ist. Ich konnte mir auch vorstellen, dass es Techniken gibt, mit deren Hilfe eine Energieansammlung in sich selbst geschaffen wird, die dann weitergegeben werden kann. Ich konnte mir jedoch nicht vorstellen, wie man diese Fähigkeit an einem Wochenende erlernen sollte – wie dies z. B. diverse Kursankündigungen zu Reiki-Seminaren zu vermitteln versuchten. Immer wieder fielen mir Ankündigungen entsprechender Kurse in die Hände, die ich dann jedoch als unseriös abtat und mich gar nicht erst erkundigte. Stattdessen kaufte ich mir ein Buch, in dem es um das Erlernen von Techniken zur Weitergabe von Energie (dort "Prana-Heilung" genannt) geht. Dieses Erlernen wurde dort als intensiver und langwieriger Prozess beschrieben. Dennoch wollte ich die wenige Freizeit, die ich hatte, nutzen, um auszuprobieren, wie weit ich komme.
Während ich noch in der völligen Anfangsphase steckte, sprach mich jemand, dem ich vorher schon öfter als Energiekanal zur Verfügung gestanden hatte, auf "Reiki" nach dem Usui-System an und erzählte mir, dass er es so verstanden hätte, dass diese Fähigkeit, zuverlässig als Energiekanal zur Verfügung zu stehen, nicht erlernt würde, sondern durch Rituale übertragen würde. "Aha". Vielleicht hätte ich doch mal die oder den eine(n) oder andere(n), deren Flyer zu mir gekommen waren, anrufen und fragen sollen. Okay, das konnte ich mir vorstellen. "Zufällig" hatte dieser jemand auch gleich ein Buch zum Thema "Reiki" zur Hand, das er mir freundlicherweise auch noch schenkte.
Das klang ja alles echt super: Kein mühseliges und jahrelanges Erarbeiten, kein Aufladen vor dem Auflegen der Hände und kein Reinigen nachher. Und vor allem: Kein Übertragen "meiner" Energie, sondern die kräftigende und harmonisierende Energie soll einfach durch mich durchfließen. Super!
Nun kam der nächste Punkt: Was waren diese Seminare teuer nach meinem Gefühl. Dennoch, nun war der Eindruck von Scharlatanerie verschwunden. Nun konnte ich mich an verschiedene Reiki-Lehrer wenden. Ich bin dann zu unterschiedichen Info-Veranstaltungen gegangen und habe mich immer wieder mit LehrerInnen unterhalten – über ihre Erfahrungen und über ihre Preise. Das Thema "Wertschätzung" begegnete mir dabei immer wieder. Es wurden alle möglichen Geschichten, wie die Menschen das Geld für die Einweihungen beschafft hatten ("damals" kostete eine Einweihung in den dritten Grad noch mindestens 10.000,-- DM, meistens 20.000,-- DM), erzählt, und natürlich kam mir auch die Lehre, die Mikao Usui dazu verfasst haben soll, zu Gehör. Unabhängig davon, ob diese Geschichte nun wahr ist oder nicht; irgendwann musste ich mich dann ehrlich fragen, ob ich, wenn ich die Einweihungen beispielsweise geschenkt bekäme - einfach so, ohne Vorgeschichte mit der oder dem Schenkenden -, sie wirklich so schätzen würde, als wenn ich jetzt dafür bezahlen würde – und auch viel bezahlen würde. Ich musste mir eingestehen, dass auch ich in die Kategorie der Menschen gehöre, die meinen, dass für alles, was sie bekommen, ein Energieaustausch stattfinden sollte - für's Nehmen also auch ein Geben. Und ich begriff, dass ich "Reiki" eben nicht so hoch einschätzen würde, mich vermutlich viel weniger damit beschäftigen würde, wenn ich wenig oder nichts dafür bezahlen würde. Ich entschied also, für die Einweihung in den ersten Grad zu sparen und dann weiterzusehen.
Für den ersten Grad werden vier Einweihungen gegeben. Natürlich war ich hochgradig gespannt, was passieren würde. Würde ich was merken, spüren oder sehen? Bewusst merkte ich nichts Fassbares, nichts Konkretes, aber nachdem ich die erste Einweihung erhalten hatte, war ich erfüllt mit tiefer Dankbarkeit – auch ohne einen konkreten Bezug gehabt zu haben. Ich wusste einfach, dass dies richtig war. Ein Weg, der dem Wohle von allem dient. Meine innere Stimme, die sich aufgrund unterschiedlicher Vorkommnisse versteckt hatte, meldete sich wieder zu Wort. - Noch ein Grund dankbar zu sein.
An diesem ersten Tag erhielten wir jeweils zwei Einweihungen. Die anderen beiden sollten am nächsten Tag folgen. Weil ich zu diesem Seminar einen weiten Weg hatte, nutzte ich die Gelegenheit, um ein befreundetes Paar über Nacht zu besuchen. Vorab hatte ich versprochen, dass ich abends bei meiner Freundin die Hände auflegen würde, wenn ich das dann schon dürfte und könnte. Doris, die Lehrerin, bejahte dies, und so ging es denn auch gleich los.
Nachmittags hatten wir im Seminar die Positionen für eine Chakrabehandlung (Chakra = Energiepunkt oder Energiewirbel, Ein- und Austrittspunkte für Energie) und für eine Ganzkörperbehandlung mit einer PartnerIn geübt und auch sonst einige Informationen erhalten . Die wichtigste Information, die ich auch heute, nachdem ich viele weitere Methoden erlernt habe, immer noch über allen theoretischen Hintergrund stelle, war die, der Intuition zu folgen .
Nun saß ich also bei meiner Freundin, öffnete mich, um ihr Kanal zu sein, und war mir fast sicher, dass ich auf zwei Chakras in einer Kombination die Hände auflegen sollte, wie wir sie im bisher theoretisch erlernten Chakraausgleich nicht geübt hatten. "Oh je", konnte ich diesem Ruf vertrauen? Könnte ich ihr womöglich schaden? Ich rief mir noch einmal den Ablauf des Seminars ins Gedächtnis: "Du kannst niemandem schaden bei einer Reiki-Behandlung, wenn Du einfach nur als Kanal zur Verfügung stehst. Wo die/der andere nichts braucht, zieht sie/er auch nichts." "Höre auf Deine Intuition. Sie steht über jedem theoretisch erlernten Wissen." "Wenn Du Dir unsicher bist, lass Dich vom Höheren führen, ordne Dich dem Wohle von allem unter"... So in etwa waren die uns gegebenen Informationen.
Ich betete also, bat um Führung und stellte mich bewusst unter das Wohl von allem, und ich versuchte, meiner inneren Stimme Gehör zu verleihen. Mit ein bisschen Lampenfieber – denn auch Vertrauen in die höhere Führung braucht meistens seine Entwicklung – folgte ich dem Ruf meiner Hände und wartete ab. Ich war schwer beeindruckt von dem, was meine Freundin mir nachher schilderte. Ich selber hatte am Nachmittag beim Üben als Empfangende gar nichts wahrgenommen. Als Kanal spürte ich ein starkes Kribbeln in den Händen und fühlte meine Hände zu bestimmten Stellen hingezogen. Aber als Empfangende war bei mir bislang keine bewußte Wahrnehmung. Meine Freundin hingegen erzählte mir von Wärmegefühl, dem Wahrnehmen eines Energieflusses durch ihren Körper, und dass sie regelrecht spürte, wie sich eine Blockade in ihrem Kopf auflöste. "Wow". Wir waren gespannt, was in der Zukunft nun passieren würde, denn bis zu diesem Zeitpunkt litt meine Freundin unter häufigen und sehr starken Migräneanfällen – vor allem wenn sie beruflich länger unterwegs musste. Ich glaube, es war eine Woche später, als ihre nächste Fahrt anstand. Nach ihrer Rückkehr rief sie mich überglücklich an und erzählte, dass sie auch nicht den Ansatz eines Migräneanfalles gehabt hätte und sie einfach gut arbeiten konnte. Wir waren natürlich beide sehr froh darüber. Nach ca. einem Jahr hat sie sich ebenfalls in Reiki einweihen lassen und später auch in den zweiten und dritten Grad.
Diese tiefgreifende Erfahrung bei meiner ersten bewußten und freien Reiki-Sitzung hat sicherlich meinen gesamten Weg auch in der späteren Energiearbeit beeinflusst und gefördert. Mir ist absolut deutlich geworden, dass ein Wollen den Energiefluss nur behindert, eben so das Eingehen auf die wirklichen Bedürfnisse der/des Empfangenden.
Obwohl diese Erfahrung mir deutlich machte, dass allein in der Arbeit mit Reiki nach dem Usui-System eine unglaubliche Vielfalt und im Prinzip alle Möglichkeiten stecken, begann ich mich nach einigen Jahren ergänzend mit weiteren Herangehensweisen zu beschäftigen. Die Erweiterung der theoretischen Möglichkeiten hat auch die Stimme meiner Intuition erweitert. Desto mehr der Verstand kennt, desto mehr kann die Intuition davon nutzen. Natürlich kann es darüber hinaus auch unendlich viele Eingebungen und Ideen geben.
In Theorie und Praxis begann ich mich mit Traditioneller Chinesischer Medizin, Jin Shin Jyutsu, Quantum Touch, Core Transformation, Heilsteinen, Farben, Bach-Blüten, Kinesiologie etc. auseinanderzusetzen. Ohne höhere Wesenheiten und Unterordnung unter den göttlichen Willen ist die Arbeit für mich nach wie vor nicht vorstellbar. Aus dieser Haltung heraus ist vielleicht so manch weitere Eingebung zu mir gekommen, wofür ich unglaublich dankbar bin. Denn ich glaube, dass es letztlich die Energie ist, die uns heilt und dass wir selber einen Teil von ihr darstellen und auf diese Art mit allem verbunden sind. Die breiten Möglichkeiten des Lebens versetzen mich immer wieder in Staunen.
Die unfassbare Logik, die Komplexität, in der Systeme und Ebenen ineinander greifen, sind faszinierend und können auf hohe Ebenen der Freude tragen. Nach wie vor beschäftige ich mich natürlich täglich in Theorie und Praxis auch mit Energiearbeit.
Kommen wir zurück in den chronologischen Ablauf:
Zunächst einmal hatte ich mit dem ersten Grad genug zu tun. Deshalb war ich überrascht, dass bereits vier Monate später der Wunsch nach einer Einweihung in den zweiten Grad auftauchte. Fünf Monate später wurde ich also in den zweiten Grad eingeweiht. Noch mehr überrascht war ich, dass ich dann sogar den Wunsch verspürte, auch die LehrerInnen-Ausbildung zu absolvieren. Genau ein Jahr nach der ersten Einweihung war ich also bereits Reiki-Lehrerin – zumindest wurde mir das so gesagt.
Ich fühlte mich jedoch noch nicht erfahren genug, andere Menschen ein Stück ihres Weges zu führen und ein Seminar anzuleiten. Irgendwie war alles so schnell gegangen. Bei meiner Lehrerin für den dritten Grad bat ich nun nach dem Einweihungsseminar darum, sie eine Weile begleiten zu dürfen und ihre Reiki-Übungsnachmittage besuchen zu dürfen. Nach ein paar Monaten meinte sie, dass sie mich nun in die Selbständigkeit entlassen wolle, und ich anfangen sollte, Seminare zu geben. Richtig glücklich war ich damit nicht, sah aber ein, dass ich sonst wohl noch sehr lange warten würde. Durch weitere intensive, praktische und theoretische Beschäftigung mit Reiki weiß ich heute, dass Reiki in allen Graden erheblich mehr Möglichkeiten bietet, als sie in Seminaren vermittelbar sind. Vieles hängt auch vom einzelnen Menschen ab. Ich bin mir sicher, dass Reiki auch mehr als die mir bekannten Möglichkeiten bietet. Auch bei täglicher Beschäftigung wird es sicher immer noch etwas geben, das einem nicht ein- oder aufgefallen ist. Auch von den KursteilnehmerInnen kann ich so immer wieder lernen.
Energiearbeit - nicht nur Reiki nach dem Usui-System - ist eine lebenslange Weiterentwicklung.
In von mir geleiteten Seminaren versuche ich natürlich soviel wie möglich meines Wissens weiterzugeben. Da ich inzwischen - wie gesagt - viele weitere Methoden der Energiearbeit erlernt habe und die tägliche "Arbeit" damit zeigt, wieviele Verbindungsmöglichkeiten, welche Vielfalt in jeder einzelnen Methode steckt, habe ich mich entschlossen, neben Seminaren zu ausgewählten Einzelmethoden auch ein Basis-Seminar und vor allem eine mehrjährige Ausbildung zur/zum ganzheitlichen Energietherapeutin/en anzubieten.
Für diese ganzheitliche Ausbildung habe ich bewußt einen langen Zeitraum gewählt. Solch eine Herangehensweise läßt die Möglichkeit für persönliche Entwicklung offen und eröffnet vor allem die Möglichkeit, die geistige Haltung der Neutralität zu schulen. Neutralität sorgt dafür, dass die Energie heilen kann, läßt die/den HeilerIn im anderen Menschen aktiv werden und bleiben. Sie verhindert, dass wir durch unser persönliches bewußtes Wollen Einfluß nehmen, obwohl unser Bewußtsein gar nicht weiß, welches der beste Weg für den anderen Menschen sein kann.
Hätte ich damals das Wissen erlangt, dass ich heute habe, wären meine Entscheidungen zu neuen Einweihungen vielleicht jeweils zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Vielleicht hätte ich dann länger innerhalb des einzelnen Grades mit mir selbst gearbeitet. Ich kann heute nicht wissen, wielange welche Entwicklung damals gedauert hätte. Da ich mich aber schon damals unter den göttlichen Willen gestellt habe, wird es unter den gegebenen Umständen ein guter Weg gewesen sein. Ich glaube, dass jede Begegnung ihren Sinn hat und dass die TeilnehmerInnen an von mir geleiteten Seminaren und ich etwas voneinander lernen können ebenso wie die LehrerInnen, die mich gelehrt haben, und ich etwas voneinander gelernt haben und vielleicht noch lernen.
Immer bitte ich um göttliche Führung und darum, dass ein von mir geleitetes Seminar dann und so stattfindet, wie es dem Wohle von allem dient. Aus diesem Grunde bin ich davon überzeugt, dass diese Arbeit – egal wo ich jeweils stehe – wenn sie stattfindet, immer der Welt dienlich ist.
Zu den einzelnen Methoden, mit denen ich arbeite, finden Sie mehr Information unter dem Botton "Energiearbeit" oben in der Leiste.

